Im Frühjahr hat die "Alternative für Deutschland" (AfD) auf einem Bundesparteitag in Stuttgart ihr erstes Grundsatzprogramm beschlossen. Neben vielen anderen Themen geht es darin auch um die Energie- und Klimapolitik. Die entsprechende Passage enthält zweierlei Aussagen: Einerseits werden Grundpositionen für die künftige Politik der AfD skizziert, andererseits Sachaussagen zum Klimasystem der Erde, zum Klimawandel und zur Klimaforschung getroffen.

Erstmals macht damit eine bundesweit relevante Partei klimawissenschaftliche Fakten zum Thema ihrer Programmatik. Aber entsprechen die Sachaussagen der AfD überhaupt dem Stand der Forschung?

Auch Programme von Union, SPD, Grünen, Linkspartei und FDP im Faktencheck

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Klima-Konsortium (DKK), dem Dachverband der deutschen Klimaforschungseinrichtungen, haben wir die Statements der AfD zum Klimawandel einem detaillierten Faktencheck unterzogen (Aussagen über politische Vorhaben oder konkrete Klimaschutzinstrumente wurden dabei ausgeklammert, weil sie nicht die Sphäre der Wissenschaft betreffen). Um einen Vergleich zu ermöglichen, haben wir außerdem die Grundsatzprogramme von CDU, CSU, SPD, Linkspartei, Bündnisgründen und FDP unter die Lupe genommen.

Das Ergebnis: Während in den Programmen der anderen Parteien der Stand der Klimaforschung im Wesentlichen korrekt wiedergegeben wird, ist bei der AfD fast keine Aussage mit dem Stand der Forschung zu Klima und Klimawandel vereinbar. Stattdessen finden sich in erheblicher Zahl falsche und irreführende Aussagen - und zwar nicht nur in Details, sondern in grundsätzlichen Fragen, zu denen es in der Wissenschaft seit langem einen nahezu vollständigen Konsens gibt.

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